[BILD: Porzer Wappen]

Wahn 

 Südlich von Urbach liegt an der Frankfurter Straße der Ort Wahn.

Verschiedene Ansichten von Wahn

 Der Ort Wahn ist heute zwischen Autobahn und ICE-Trasse eingeklemmt. Schloss Wahn beherbergt eine der größten theaterwissenschaftlichen Sammlungen der Welt.

Geschichte

 Im Jahre 1100 erwähnt eine Urkunde einen "Conradus ab Wanda". Wohl der damalige Herr der späteren Burg Wahn. Vermutlich ist das Dorf Wahn, welches erst im hohen Mittelalter gegründet wurde, eine Ansiedlung von Dienstmannen und Abhängigen der gleichnamigen Burg. Die Burg wurde in den Jahren 1755-1760 in ein Schloß umgebaut. 1806 wurde Wahn zur Maire und später unter preussischer Verwaltung zur Bürgermeisterei Wahn (ausser Wahn selbst gehörte noch Langel, Zündorf, Libur und Lind zur Bürgermeisterei Wahn). Später ging die Verwaltung nach Porz.

 1859 wurde der erste Bahnhof der Gegend in Wahn errichtet (heute zur S-Bahn-Station degradiert). Zwischen 1917 und 1961 gab es sogar eine Straßenbahn. Ab 1951 gehörte Wahn zur neu gegründeten Stadt Porz am Rhein. 1975 wurde Wahn mit der Stadt Porz zusammen nach Köln eingemeindet. Um die Jahrtausendwende wurde im Westen von Wahn ein aufwendiges ICE-Viadukt für den Abzweig zum Flughafen errichtet.

 1797 hatte Wahn 52 Feuerstellen mit 282 Einwohnern, 4 Pferden und 17 Stück Rindvieh. Dazu gehörten 736 Morgen Ackerland und 22 Morgen Wald. 1997 (also genau 200 Jahre später) hatte Wahn 5.089 Einwohner in 2.140 Wohnungen und 2.154 PKW's.

 Erste Erwähnung einer Kapelle im Jahre 1358. Beim Abbruch der alten - mehrmals umgebauten - Kirche im Jahre 1893 wurden Reste einer Kapelle aus dem 11. Jahrhundert freigelegt. Die Wahner Kirche gehörte jahrhundertelang zur Pfarre von Ober- bzw. später Niederzündorf. Erst 1835 wurde die Pfarre Wahn eingerichtet. Die neugotische Pfarrkirche St. Aegidius entstand zwischen 1893-1895.

 Mehr zur Geschichte von Porz.

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Der Name

 Der Name des Dorfes Wahn kommt von der Burg selben Namens. Wanda= Wende=Grenze.


Abbildungen:

[1] Porzer Wappen, aus "Unser Porz", Heft 2, 1961
[2] Bildserie zu Wahn von H. Felder, 2004

Quellen:

[1] "Heimatbuch des Landkreises Mülheim am Rhein" von J. Bendel, 1925
[2] "Das rechtsrheinische Köln" von S. Pohl und G. Mölich, 1994
[3] "Porz - Die Junge Stadt am Rhein" von der Stadtverwaltung Porz, 1951
[4] "Zahlen-Daten-Fakten für den Stadtbezirk Köln-Porz" Stadt Köln, 2001

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mail to: h-felder@porz-am-rhein.de
letzte Änderung: 31.01.2006